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VIRO baut am höchsten Riesenrad in Südost-England mit

Riesenradbau Lamberink hat VIRO darum gebeten, beim Entwurf eines neuen Riesenrades in Worthing, Südostengland, mitzuwirken. Für das bereits bestehende 33 Meter hohe Riesenrad führte VIRO in der Vergangenheit bereits die Festigkeitsberechnungen durch. Das Rad wurde jetzt auf eine Höhe von 46 Metern erhöht. Den Entwurf dafür erstellte Kroeze Constructie.

„Nachdem Kroeze den ersten Entwurf abgeliefert hatte, erstellte die Abteilung Engineering Analysis von VIRO ein Finite-Elemente-Modell, bestehend aus 1d-Elementen. Mithilfe dieses „Drahtmodells“ haben wir die Kräfte pro Einzelteil bestimmt und Knickberechnungen durchgeführt. Damit waren wir in der Lage, eine gute Einschätzung der benötigten Profilgrößen vorzunehmen, und Kroeze konnte die ersten Anpassungen am Entwurf durchführen“, erklärt Jasper Haselager, Senior Ingenieur der Abteilung Engineering Analysis.

Kritische Begutachtung der Verbindungen

Nachdem die Maße aller Einzelteile bestimmt waren, nahm VIRO die Verbindungen unter die Lupe. „Bei neun von zehn Entwürfen, die scheitern, liegt die Ursache bei den Verbindungen. Für uns also ein Grund, diese sehr kritisch zu begutachten. Hierfür haben wir für alle Verbindungen präzise Detailmodelle erstellt“, schildert Patrick Burghout, Gruppenleiter der Abteilung Bauingenieurwesen. Dabei lag der Fokus besonders auf den Schweißnähten: „Das ist immer ein kritischer Teil der Konstruktionen, da hier schnell Ermüdung auftreten kann.“

Die Begutachtung von Verbindungen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, da sie oft mit vielen Anpassungen einhergeht. Dieser Entwurfsprozess forderte deshalb eine gute Zusammenarbeit zwischen VIRO, Kroeze und Lamberink, um eine sowohl praktikable als auch bezahlbare Lösung zu finden.

Genauer Berechnungsbericht für die behördliche Prüfung

Nachdem alle Details entworfen waren, begann Kroeze mit dem Schweißen. Die VIRO-Abteilung Engineering Analysis erstellte währenddessen den Bericht mit allen Berechnungen. „Dieser Bericht ist ein wichtiger Teil beim Prüfungsprozess des Riesenrades“, erklärt Haselager. Die Ergebnisse aus den Berechnungen sind anschließend gemäß der europäischen und britischen Norm EN 13814 beurteilt worden. „Wir benötigen die Berichte für die Prüfung durch TÜV SÜD München und die lokalen Instanzen in Südostengland“, sagt Haselager.

Nachdem der Bericht an Lamberink übermittelt worden war, erhielt VIRO zudem den Auftrag, eine Fundamentberechnung und einen Entwurf für das erhöhte Riesenrad zu erstellen. „Ursprünglich sollten zwei der Stützen des Rades auf einer bestehenden Asphaltfläche platziert werden. Die lokal zuständige Behörde schrieb jedoch vor, auch für diese Stützen ein Pfeilerfundament zu bauen“, sagt Burghout. Daraufhin entwarf die Abteilung Bauingenieurwesen von VIRO eine Konstruktion, mit der die lokal zuständige Behörde und der Abnehmer einverstanden waren.

Während der Ausführung aufmerksam reagieren

Auch nachdem der Berechnungsbericht an die Behörden geliefert wurde, blieb VIRO in dem Projekt weiter involviert. Während der Ausführung stellte sich heraus, dass der Bauunternehmer die Konstruktion anders ausgeführt hatte, als es vorgegeben war. Nach erneuter Berechnung und Anpassung der übrigen Konstruktion, konnten die Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.

Nach dem erfolgreichen Bau des Fundaments drehte sich das neue Rad zum ersten Mal im Sommer 2019. Im darauffolgenden Jahr wurde das Rad wieder abgebaut, um im kommenden Jahr wieder aufgebaut zu werden.