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20. April 2020

Unsere Gesellschaft erlebt aktuell eine einschneidende Transformation. Wichtigste Triebkraft in diesem Zusammenhang ist Technologie, und als Motor fungiert die Industrie. Für Unternehmen ist dies eine anspruchsvolle, mitunter auch unübersichtliche Zeit. Industrielle Fragen werden zunehmend komplexer. Das ist für das Ingenieurbüro VIRO einer der Gründe, um auf System-Engineering zu setzen.

Mit System-Engineering können technische Entwicklungsprojekte umfassend angegangen werden. Dieser offene Ansatz konzentriert sich darauf, was – zum Beispiel – eine Maschine leisten muss. Wie die Maschine das erreichen soll, steht vorab nicht fest. André Scheer ist Geschäftsführer für Deutschland und Österreich: „Kunden wenden sich im Allgemeinen nicht mit einem konkreten Auftrag an uns, sondern mit einer Zukunftsvision. In solchen Fällen können wir gemeinsam Spezifikationen festlegen und ein Konzept entwickeln. Unter Leitung eines Systemarchitekten übertragen wir Fragen von Kunden in eine funktionale Übersicht: Welche Funktionen werden benötigt, damit die Spezifikationen erfüllt werden können? Dabei sieht sich der Systemarchitekt von VIRO das gesamte Spektrum der (eventuell) relevanten Fachgebiete an. „Dieses Systemdenken unterscheidet sich wesentlich von konventionellen monodisziplinären Entwürfen, die eine Frage ausschließlich aus mechanischer Perspektive untersuchen. Bei der Erstellung eines Systementwurfs werden alle verschiedenen Fachgebiete berücksichtigt. Unter Leitung des Systemarchitekten erfasst das Team a) den Input und b) die Interaktion zwischen den einzelnen Teilsystemen. Die Synergie sorgt für Lösungen, die bei traditionellen Entwurfsstrategien unter der Oberfläche bleiben.“

Mehr Daten für Industrie 4.0

Theo de Vries ist Leiter der Abteilung Software & Control bei VIRO, der Abteilung, in der aktuell die meisten Systemingenieure zu finden sind. Er nennt ein Beispiel: „Früher kam Musik von einer LP, die mit einem Plattenspieler abgespielt wurde. Die Klangqualität hängt bei dieser mechanischen Lösung stark davon ab, wie gleichmäßig sich der Plattenteller dreht. Bei einem CD-Player ist das anders. Hier kommt der Klang nicht direkt aus der Rille, sondern zwischen CD und Tonabnehmer befindet sich ein digitaler Puffer. Die Software des CD-Players leert diesen Puffer gleichmäßig. Dieses System hat dazu geführt, dass die mechanischen Anforderungen reduziert werden konnten. So erhält der Hörer bessere Klangqualität bei niedrigeren Kosten für das Endgerät. Das wäre nicht gelungen, wenn man weiter nach mechanischen Lösungen gesucht hätte. Es geht darum, sich von der technischen Perspektive zu verabschieden. Ein holistischer Blick auf die Frage zeigt eine wichtige Eigenschaft und den Mehrwert von System-Engineering. Theo de Vries: „Im Maschinenbau geht es zunehmend darum, Maschinen und Systeme intelligent zu nutzen. Dafür werden Erkenntnisse benötigt, die anhand von Messungen und Daten erlangt werden können. Im Kern geht es bei Industrie 4.0 darum, umfassend Daten zu sammeln, die wertvolle, nützliche Erkenntnisse bieten können. System-Engineering macht es möglich, dieses Ziel auch im Hinblick auf komplexe Systeme zu erreichen.

Bis hin zur Inbetriebnahme

Kehren wir noch einmal zum Beginn dieses Artikels zurück und werfen einen weiteren Blick auf den zunehmenden Einfluss der Technologie und ihrer wachsenden Komplexität. In diesem Rahmen verweist André Scheer auf einen weiteren Vorteil von System-Engineering: „Der Systemarchitekt hat den Überblick darüber, was wichtig ist, damit der Gesamtentwurf ein Erfolg wird. Er ist in der Lage, Wichtiges und Nebensächliches voneinander zu trennen, und entwickelt dadurch ein umfassendes Verständnis dessen, was die Maschine leisten muss. Resultat ist nicht nur ein Entwurf, der von außen besser aussieht, sondern auch eine bessere Lösung bis hin zur Inbetriebnahme.“

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